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NOVEMBER 2003

Klönwochenende am Rursee


Am 28. November 2003 ging es auf zum Klönwochenende - mitten in die Pampa, zur Jugendbildungsstätte Rursee!

Nach zahlreichen "eindeutigen" Schildern ("Da stand der Ort schon wieder nicht drauf!"), netten Hügeln und unendlichen Kurven kamen wir an unserem Haus an. Einige etwas früher, andere viel später;-). Zum Zeitvertreib wurden Wetten auf die Ankunftszeit – speziell einer Person – abgeschlossen. Doch Mike überraschte alle und kam pünktlich zur angekündigten Zeit.

Nachdem die Küche – wie immer ein herzallerliebstes Dankeschön – alle mit leckerem und feurigem Chili Con Carne versorgt hatte, gings in den Keller. Dort war der eigentliche "Arbeitsraum" , der zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich kalt war. Davon ließ sich aber niemand wirklich beeindrucken, bis vielleicht auf die ein oder andere Frostbeule. Hier wurden wir von Martin in das Thema eingeführt, unter dem das Wochenende stehen sollte: "Spielen und Spiele"! Und dann gings auch sofort los. Hoch im Kurs standen Phase 10 (man sollte viel Zeit und Geduld mitbringen und nicht mit Tine spielen) sowie Siedler (Danke Marko: für einen ganzen Koffer voller Siedler-Utensilien). Dementsprechend begann die Nacht für einige früher, für andere später. Davon war am Samstag morgen selbstverständlich nichts mehr zu merken, als es um halb neun hieß: Frühstücken! Stop, einer fehlt... Wo ist Mike... Duschen... OK, dann guten Appetit...

Für diesen Tag stand etwas ganz besonderes auf dem Programm: „Wir erfinden ein neues Spiel!“ >>Hey toll, das wollte ich immer schon mal machen...<< mag sich der ein oder andere denken. Das Problem ist nur, alle unter einen Hut zu bekommen. Der erste ursprüngliche Plan, zwei verschiedene Spiele zu entwickeln, wurde schnell verworfen. Die Idee, ein Spiel nach dem Vorbild „Findet Nemo“ zu erschaffen , hat alle fasziniert. Seltsamerweise auch diejenigen, die den Film noch nicht kannten. Als erstes haben wir einen Spielplan auf der Tafel im Raum skizziert. Dabei wurden wir alle Zeuge von Martins hervorragenden Zeichenfähigkeiten! Damit sich alle sinnvoll an der Umsetzung der schier unerschöpflichen Spielideen beteiligen konnten, haben wir uns in geistliche und künstlerische Kreativ-Teams aufgeteilt. Zumindest zwischenzeitlich. Es wurde nämlich schnell klar, dass der Zeitplan einfach nicht einzuhalten war, denn es sollte alles bis zu Abend fertig sein. Und es gab noch so viel zu tun. Da der Zeitplan nun sowieso hinfällig war, ging ein Teil der Gruppe am frühen Nachmittag spazieren. Es ist wirklich schön am Ruhrsee, dort gibts Schiefer, eine Wandergruppe, die einem öfters über den Weg läuft und noch so einiges mehr (Gestern standen wir noch vor dem Abgrund...).

Kräftig durchgefroren, aber den Kopf wieder klar, waren wir pünktlich zum Nachmittagskaffee und leckeren Teilchen – und vielleicht auch dem ein oder anderen Kakao mit Schuss – zurück. Nach dieser Stärkung ging es dann mit neuer Kraft in den Endspurt, letzte Ideen wurden diskutiert und es wurde gebastelt und gebastelt und gebastelt. Als eigentlich nur noch das Spielfeld fehlte, fiel uns auf, dass unsere Utensilien für ein normales Spielfeld viel zu groß waren. Also wurde kurzerhand umdisponiert: Der Fußboden wurde unser Spielfeld!
Während wir so eifrig bastelten, war eine andere Gruppe ebenfalls ganz eifrig: Das Küchenteam! Sie zauberten für alle ein sehr, sehr leckeres Buffet auf das wir uns hungrig stürzten. Tja, und dann: Da das Küchenteam logischerweise nicht viel von der Entwicklung des Spieles mitbekommen hatte, wurde es direkt zu den ersten Spieltestern. Unser Spiel "Findet den kleinen Clownfisch" (damit auch ja keine Urheberrechtsprobleme auftreten!) fand dann auch großen Anklang. Wunderschön quer durch den ganzen Raum dekoriert und mit liebevollen Details verziert wurde es auf dem Fußboden ausgebreitet und die sechs Tester mussten die von uns erdachten Schwierigkeiten überwinden. Dabei entdeckten wir Entwickler auch direkt einige Kleinigkeiten, die es noch zu verbessern galt.

Nach der erfolgreichen Premiere unseres Spieles ging es dann über zum gemütlichen Teil des Abends, an dem wir ein in Deutschland nicht wirklich legales und nicht jugendfreies Getränk testen durften. Dies blieb jedoch ohne weitreichendere Folgen und der Abend wurde sehr lustig, aber es wurden auch ernste Gespräche geführt.

Zum Glück startete das Brunch-Buffet erst später am nächsten morgen, da die Nacht für so manchen doch recht kurz geworden war. Nach einem ausgiebigen und leckeren Frühessen – nochmals einen Dank ans Küchenteam – ging es dann auch schon an den letzten Programmpunkt: Das große Aufräumen und die Heimfahrt!

Es war ein wirklich wunderschönes Wochenende und wir können allen Gruppenleitern, die noch nie mitgefahren sind, nur raten, es einfach mal zu wagen und auch mitzukommen!

Christine Adolph und Torsten Rudolph

Fotos vom Klönwochenende 2003 kannst du in der Bildergalerie 2003 sehen.