OKTOBER 2004
Segeltour für Gruppenleiter
Von Seemannsliedern und Leichtmatrosen
Die Dankeschön-Fahrt 2004 der Diözese in Lemmer (Niederlande)
Köln/ Lemmer 15. - 17. Oktober- *Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön* und so manch anderes. Nass zum Beispiel, nicht nur wegen der Gischt, sondern auch von oben. Lemmer, zehn Uhr: *und der Regen fällt*.
*Von überall sind wir gekommen*: Alle vereint, haben wir 18
Leichtmatrosen dann erst einmal das Schiff mit dem etwas
melancholischen Namen „Nieuwe Zorg“ erkundet.
Ein sehr schönes Schiff. Eine Masse Taue, Flaschenzüge, Stricke, Pinnen
und jede Menge Enge. Schiffskajüten werden ihrem Ruf wenig Platz zu
bieten so was von gerecht. Kuschelig war auch der Gemeinschaftsraum, in
dem es erst einmal leckeres Abendessen gab. Überhaupt haben wir das
ganze Wochenende lecker gegessen, muss man sagen. Seegang hin oder her-
eigentlich ja hin und her- wir wurden gut versorgt und konnten gestärkt
professionelles Wenden üben. Das Essen war wie das Kochen auf See nicht
ganz einfach. Schüsselchen statt Teller, um den Streufaktor zu
verringern. Manche haben vorsichtshalber ganz auf Nahrung verzichtet
bis wir wieder im Hafen waren.
Außer Seemannsgarn gab es abends noch heitere Spielrunden mit Psycho- Kennenlernspielen, Tabu und Uno.
Unsere Sorgen haben wir am Samstag per Flaschenpost über Bord geworfen
und so konnten wir uns tagsüber ganz auf das Segeln konzentrieren.
Außer Platzmangel herrschte eine ausgeprägte Knappheit an Hafenduschen ( Die blieben in Lemmer zumindest für die Frauen geschlossen. Warum? *The answer my friend, the answer my friend is blowing in the wind*) und ein bedauerlicher Mangel an Seemannsliedern. Nicht mal *What shall we do with the drunken sailor* haben wir gesungen. In unserem Fall ja eher sailorettes. Unser Skipper nämlich war eine Skipperin. Die ganze Besatzung bestand aus drei fabelhaften, wahnsinnig freundlichen und geduldigen Damen (Ellen, Renate und Jutta). Am Ende haben wir dann doch gesungen, die *Irischen Segenswünsche*. Und weil's dann doch ein bisschen traurig wurde, haben wir auch wirklich alle Strophen geträllert. Sogar die vom Teufel, der erst nach 40 Jahren bemerkt, dass man schon im Himmel ist. Im Himmel waren wir zwar nicht, auch nicht 40 Jahre auf See, sondern gerade mal 40 Stunden, aber ein bisschen himmlisch war es doch.
Deshalb ein großes Lob und herzlichen Dank, an alle die daran teilhatten: den Organisatoren unserer Besatzung und den Teilnehmern! AHOI.
n-lie


