BEZEUGUNG DES GLAUBENS UND HILFE DEN BEDüRFTIGEN
So fing alles an
Wie sich in der fast 1000-jährigen Geschichte der Malteser aus einem Ritterorden die heutige Malteser Jugend entwickelte könnt ihr hier lesen.
Von Jerusalem nach Rom
1048 Gründung der „Bruderschaft des Heiligen Johannes dem Täufer“ durch Bruder Gerhard. Sie bauen und betreuen ein Hospital in Jerusalem; dort wurden kranke und alte abendländische Pilger gepflegt und betreut. „Bewahrung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“ wird der Leitsatz, der bis heute gültig ist.
1099 Eroberung Jerusalems durch abendländische Kreuzritter
1113 Durch die 1. päpstliche Bulle wird die Gemeinschaft zum Orden erhoben. Er nennt sich „Orden zum Heiligen Johannes dem Täufer“
1187 Fürst Saladin führt die Schlacht bei Hattin, in deren Folge der Johanniterorden sich aus Jerusalem zurückziehen muß.
1191 Eroberung von Akkon durch den Johanniterorden. Die Ritter beginnen mit dem Bau von Vertei-digungsanlagen und Hospitälern.
1291 Eroberung von Akkon durch muslimische Truppen. Der Johanniterorden wird nach Zypern vertrieben.
1309 Die Ordensritter erobern die Insel Rhodos. Es wird sofort begonnen, Hospitäler zu bauen. Auf Rhodos erlebt der Orden seine Blütezeit. Er wird größte Seemacht im Mittelmeerraum.
1480 Rhodos wird von Muslimen unter Führung von „Soliman dem Prächtigen“ 89 Tage lang belagert. Die Ritter verteidigen sich erfolgreich aber mit großen Verlusten.
1521 „Soliman der Prächtige“ steht wieder vor Rhodos.
1522 Beginn der Belagerung; die Insel geht verloren, der Großmeister der Johanniter L’Isle Adam vereinbart aber den ehrenvollen Abzug aller Johanniter und der Bevölkerung, die sich nicht in islamische Herrschaft begeben wollen.
1523 In der Neujahrsnacht (1.1.1523) können die Ritter abziehen. Sie werden heimatlos. Es folgt eine siebenjährige Kreuzfahrt (Nizza, Medina, Kreta...) Das Abendland kümmert sich nicht um „seine“ Ritter, da u.a. das „Neue Land“ (Amerika) entdeckt wurde und die Reformation andere, eigene Probleme aufwirft.
1530 Der Johanniterorden erhält die Insel Malta von Karl dem 5. als Lehen. Sie müssen jährlich einen Falken als „Bezahlung“ dem König übergeben. Sofort wird begonnen, die Hafenanlagen auszubauen und ein Hospital zu errichten. In diesem Hospital finden bis zu 2.000 (?) Kranke Platz, jeder Patient hat ein eigenes Bett (für die damalige Zeit ein revolutionäre Neuerung). 1557 wird La Valette Großmeister. Nach ihm ist die Hauptstadt Valetta bis heute benannt.
1565 40.000 Moslems belagern die Insel. Während der Belagerung wird von beiden Seiten blutig und schonungslos gekämpft. Durch die einsetzenden Herbststürme und nahende Verstärkung von italienischen Kriegsschiffen des Ordens ziehen die Moslems ab.
1798 Napoleon bittet um Trinkwasseraufnahme. Um einen neutralen Status zu wahren, wird ihm dies verweigert. Napoleon beginnt eine Belagerung. Der einzige deutsche Großmeister Ferdinand von Hompesch gibt Malta kampflos an Napoleon; ca. 2/3 der Ritter sind Franzosen und v. Hompesch will keine Landsleute gegeneinander kämpfen lassen.
1834 Ordenssitz wird nach Rom verlegt (nach wie vor in der Via Condotti). Der Orden ist jetzt ein Staat ohne Territorium. Es gibt Ordenszweige in vielen Ländern der Welt (in Deutschland gibt es die Rheinisch-Westfälische und die Schlesische Assoziation).
1953 Gründung des Malteser-Hilfsdienstes e.V. durch die beiden deutschen Zweige des Ordens und den Deutschen Caritasverband.
1979 offizieller Beginn der Malteser Jugendarbeit.
Und wie sich die Malteser Jugend in den letzten dreißig Jahren im Erzbistm Köln entwickelt hat? Das gibt´s hier zu lesen!


